Hormone, Stress und Wechseljahre: Warum Bewegung für Frauen besonders wichtig ist

Viele Frauen denken erst in den Wechseljahren über ihre Hormone nach – doch hormonelle Veränderungen beginnen bereits ab Mitte Dreißig. Erste Anzeichen wie Schlafprobleme, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen oder Energiemangel können darauf hindeuten, dass sich dein Hormonhaushalt verändert. Neben dem Alter könnenStress und ein ungesunder Lebensstil die Balance deiner Hormone zusätzlich stören. Die gute Nachricht: Mit regelmäßiger Bewegung hältst du einen der wichtigsten Schlüssel in der Hand, um dein hormonelles Gleichgewicht positiv zu beeinflussen. In diesem Beitrag beleuchten wir das Zusammenspiel der weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron sowie das Stresshormon Cortisol und du erfährst, welche sportlichen Belastungen sich wie auf die Balance deiner Hormone auswirken können.
Östrogen: Das Schutzhormon für Knochen, Herz und Haut
Östrogen ist eines der wichtigsten weiblichen Sexualhormone. Es schützt die Knochen, unterstützt das Herz-Kreislauf-System und hält Haut und Schleimhäute elastisch. Ab Mitte Dreißig beginnt der Östrogenspiegel langsam zu sinken, was mit Muskelabbau, Müdigkeit, einem verlangsamten Stoffwechsel und Stimmungsschwankungen einhergehen kann.
Deine Ausdauer zu trainieren unterstützt den Fettstoffwechsel und kann eine stabile Östrogenproduktion erhalten. Mit regelmäßigem Krafttraining wirkst du dem Muskelabbau sowie Osteoporose entgegen, erhöhst deinen Grundumsatz und hilfst deinem Körper den Östrogenspiegel zu regulieren.
Wir empfehlen dir folgende Classes: z. B. BBP!, ACTIVE! und SHAPE!, am besten mit Gewichten
Progesteron: Der natürliche Entspannungshelfer
Progesteron wirkt als Gegenspieler zum Östrogen und hat eine beruhigende, entzündungshemmende Wirkung. Es unterstützt die Schlafqualität, fördert die Regeneration und hilft, den Blutzucker zu stabilisieren. Ein Mangel kann sich durch Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und verstärkte PMS-Symptome äußern.
Da Stress einen Mangel an Progesteron zusätzlich verstärkt, sind entspannende Workouts mit sanften Bewegungen und Dehnübungen die geeignete Wahl und können das Sinken des Progesterons verlangsamen.
Auch spazieren gehen an der frischen Luft, reguliert das Nervensystem und kann somit das Absinken von Progesteron lindern.
Unsere Class-Empfehlung: STRONG BACK! und HEALTH!
Cortisol: Das Stresshormon in Balance halten
Cortisol ist unser körpereigenes Stresshormon. Im positiven Sinne versetzt es uns in die Lage, auf Herausforderungen zu reagieren. Doch ist der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht, z. B. durch chronischen Stress, kann das zu Schlafproblemen, Gewichtszunahme (vor allem durch das ungesunde Bauchfett), Muskelabbau und Stimmungsschwankungen führen. Die in den Wechseljahren ohnehin reduzierte Produktion von Progesteron wird durch ein hohes Cortisollevel zusätzlich gemindert.
Um Stress abzubauen und das Cortisol im Körper zu senken, hilft eher ruhiges Training mit einer geringeren Herz-Kreislauf-Belastung. Moderate Workouts mit einer max. Herzfrequenz von 50%-60% sind perfekt zum Abbau von Cortisol im Körper, das durch andauernden Stress gebildet wurde.
Classes zum Stressabbau: z.B. MOBILITY! und HEALTH!
Verschiedene Bewegungsformen für deine hormonelle Gesundheit
Ob du bereits erste hormonelle Veränderungen spürst oder dich auf die Wechseljahre vorbereiten möchtest, regelmäßige Bewegung kann dein Wohlbefinden nachhaltig verbessern. Ein Mix aus Krafttraining, leichtem Ausdauertraining und entspannenden Bewegungseinheiten hilft, Östrogen, Progesteron und Cortisol in Balance zu halten – für mehr Energie, Wohlbefinden und Vitalität.
Wir empfehlen, dass du dir für deinen Wochenplan zwei bis drei Workouts mit unterschiedlichen Belastungen aussuchst, die dir Spaß machen. Stelle dir deinen ganz persönlichen Mix zusammen! Bei den Beschreibungen unserer Classes und Programme findest du immer die Trainingsintensität und den Fokus der Workouts. Du kannst aber ganz entspannt sein, Hauptsache ist, dass du dich bewegst. Dann kann gar nichts mehr schief gehen. Wir wünschen dir viel Spaß beim nächsten Workout.
Wichtiger Tipp:
Viel hilft nicht immer viel. Übermäßiges Training kann sich kontraproduktiv auswirken – zu viel intensiver Sport kann Cortisol erhöhen und die hormonelle Balance wiederum stören. Höre auf deinen Körper und gönne dir ausreichend Regenerationszeit.
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